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Wissensdatenbank
Antworten zu Montage, Kompatibilität, Stimmen, Akku und Fehlerbehebung finden.
Allgemeine Fragen
Nein. Bei einem normalen, rissfreien Gitarrenkopf ist das physikalisch nicht möglich. Ein Gitarrensatz erzeugt ungefähr 40 bis 50 kg Zugkraft; ein korrekt gebauter Gitarrenkopf ist für etwa 90 bis 100 kg ausgelegt. Zusätzlich verhindert eine Schutzbegrenzung in der Software ein Überspannen außerhalb des sicheren Tonhöhenbereichs.
Suche zuerst in unserer Gitarrendatenbank nach Marke und Modell. Ist dein Modell nicht aufgeführt, kannst du den Template Checker oder die Anleitung zur Passformprüfung verwenden. Entscheidend sind Lochabstand, Bohrungsdurchmesser und die Anordnung der Mechaniken.
Der Unterschied liegt in der Saitenbefestigung. Bei Standard wird die Saite mit einer Lock Nut gesichert. SLS verriegelt die Saite durch die Biegung im Schaft. Standard ist bei häufigen Stimmungswechseln besonders stabil; SLS ermöglicht einen sehr schnellen Saitenwechsel.
TronicalTune misst die Schwingung der Saiten am Gitarrenkopf und stimmt alle sechs Saiten motorisch. Neben Standard E lassen sich alternative und eigene Stimmungen in wenigen Sekunden abrufen.
TronicalTune ist ein nachrüstbares, eigenständiges automatisches Stimmsystem am Gitarrenkopf. Die vorhandenen Mechaniken werden ersetzt; Bohren, Fräsen oder Kleben ist bei einer passenden Gitarre nicht erforderlich.
Ja. TronicalTune kann auf passenden E-Gitarren und Akustikgitarren verwendet werden. Prüfe vor der Bestellung die Abmessungen und wähle nach der Montage in den Geräteeinstellungen den richtigen Gitarrentyp.
Sensoren erfassen die natürlichen Schwingungen am Gitarrenkopf. Ein Lernalgorithmus berechnet daraus die benötigten Motorbewegungen für die sechs PowerHeads. Der austauschbare LiPo-Akku reicht je nach Nutzung ungefähr für 150 bis 300 Stimmvorgänge.
Das System verarbeitet sechs Saiten gleichzeitig. Wenn eine 6er-Schablone zu den ersten sechs Mechaniken deiner 7-Saiter passt, können diese sechs Saiten automatisch und die siebte Saite von Hand gestimmt werden.
Ja. Die PowerHeads lassen sich manuell drehen. Beachte, dass sich die Mechaniken auf der Bassseite gegenüber herkömmlichen Mechaniken entgegengesetzt drehen. Während des automatischen Stimmens dürfen die Knöpfe nicht festgehalten werden.
TronicalTune PLUS bietet höhere Geschwindigkeit, mehr Presets, zusätzliche Werkzeuge und erweiterte Einstellungen. Die PLUS-Version stellt 36 Presetplätze bereit, darunter 24 alternative Stimmungen und 12 frei belegbare Plätze.
Normalerweise nicht. Bei einer passenden Schablone werden die vorhandenen Bohrungen verwendet. Benötigt wird ein Bohrungsdurchmesser von 8,6 mm; abhängig vom Holz kann deshalb in Einzelfällen ein sehr leichtes Nachreiben nötig sein.
Ja. Bei Tremolosystemen werden mindestens drei Federn empfohlen. Ein korrekt eingestelltes und stabiles Tremolo verbessert Geschwindigkeit und Stimmgenauigkeit.
Ja. Die PLUS-Version besitzt 36 Presets: 24 alternative Stimmungen und 12 frei belegbare Plätze. Mit Reference Tuning und den Saiten-Offsets kannst du das System außerdem an andere Instrumente oder besondere Tonhöhen anpassen.
Nein. TronicalTune bewegt die PowerHeads nur, nachdem du einen Stimmvorgang gestartet hast. Während des normalen Spielens erfolgt keine automatische Nachregelung.
Im Multistring-Modus schlägst du alle Saiten zügig gemeinsam an; das System stimmt mehrere Saiten gleichzeitig. Im Singlestring-Modus wird jede Saite einzeln angeschlagen und gestimmt. Multistring ist schneller, Singlestring ist in lauter Umgebung robuster.
Lass die Saiten fünf bis sechs Sekunden frei schwingen. Dämpfe grün angezeigte Saiten und spiele nur noch rot angezeigte Saiten erneut an.
Ja, mit TronicalTune PLUS. Die Funktion wird im Online-Handbuch unter Reference Tuning beziehungsweise Kapodaster beschrieben.
TronicalTune bietet 18 Presets, darunter 12 alternative und 6 frei belegbare Plätze. TronicalTune PLUS bietet 36 Presets, darunter 24 alternative und 12 frei belegbare Plätze. Die Speicherbänke können überschrieben werden.
Firmware 2.33 unterstützt folgende Bereiche: E 60–102 Hz, A 80–135 Hz, D 115–180 Hz, G 150–240 Hz, B 200–310 Hz und e 250–375 Hz.
Nein. TronicalTune arbeitet vollständig am Gitarrenkopf. Durch die Saiten fließt kein Versorgungsstrom.
Für E-Gitarren werden Sätze von .008–.038 bis maximal .013–.056 empfohlen, für Akustikgitarren .008–.038 bis maximal .012–.053. Mit den maximalen Stärken nicht höher als Standard E stimmen. Ab .012 sollte die Motorgeschwindigkeit reduziert werden.
Montage und Einrichtung
- Saiten genau nach Handbuch aufziehen und den automatischen String-Up/Down-Modus nutzen.
- In den Einstellungen E-Gitarre oder Akustikgitarre korrekt wählen.
- Neue Saiten nach dem ersten Stimmen sorgfältig dehnen.
- Das System nach der Montage und nach einem Wechsel von Saitentyp oder -stärke kalibrieren.
- Standard E zwei- bis dreimal im Multistring-Modus stimmen.
- Zwischen Standard E und E♭ wechseln, damit der Lernalgorithmus die Gitarre kennenlernt.
- Saiten fünf bis sechs Sekunden schwingen lassen und den Vorgang nicht vorzeitig abbrechen.
- Wenn keine LED leuchtet, zuerst den Akku vollständig laden.
Intonation und Saitenlage der Gitarre müssen korrekt eingestellt sein. Ausführliche Tastenfolgen findest du im Online-Handbuch.
Stimme zuerst mit dem roten Preset D auf DGCFAD. Öffne dieses Preset im Singlestring-Modus, greife die tiefe E-Saite am zweiten Bund und spiele nur diese Saite, bis die E-LED grün ist. Offen klingt sie jetzt als C.
Öffne anschließend den Modus für eigene Stimmungen, miss jede Saite einzeln und speichere das Ergebnis in einem freien blauen Preset. Vor jeder Messung alle anderen Saiten dämpfen. Eine genaue Tastenfolge steht im Online-Handbuch.
Ja, wenn du grundlegende Arbeiten an einer Gitarre sicher durchführen kannst. Alle systemspezifischen Teile und der Schlüssel sind enthalten; für die alten Mechaniken brauchst du einen passenden Schraubendreher. Wenn Maße, Bohrungen oder die Einrichtung der Gitarre unklar sind, sollte eine Gitarrenwerkstatt die Montage übernehmen.
Fehlerbehebung
Die Erkennung akzeptiert zwei identische Töne auf benachbarten Saiten nicht direkt. Miss die betroffene Saite deshalb gegriffen in einem passenden Bund, speichere die Stimmung und stimme sie später im Singlestring-Modus mit derselben gegriffenen Position. Aktualisiere die Stimmung anschließend im Multistring-Modus. Bei der Stimmung E2, B2, E3, E3, B3, E4 wird die G-Saite am zweiten Bund gegriffen.
Diese drei Bänke sind ab Werk gesperrt. Aktiviere sie über die gelbe G-Funktion im erweiterten Menü. Danach stehen die tiefen Presets und eine zusätzliche Bank für eigene Stimmungen zur Verfügung.
Prüfe zuerst, ob die Saiten frei durch den Sattel laufen und ob die Oktavreinheit stimmt. Kalibriere das System erneut und kontrolliere Accuracy, Gain, Interference Filter und Motorgeschwindigkeit. In lauter Umgebung hilft der Singlestring-Modus.
Ziehe das Ladegerät aus der Steckdose. Verbinde zuerst den Akku vollständig mit dem Ladestecker, bis die Verbindung spürbar einrastet, und stecke erst danach das Ladegerät wieder ein. Leuchtet die LED beim Laden nicht rot oder startet das Gerät nach vollständigem Laden nicht, prüfe Akku und Kabel auf Beschädigungen und kontaktiere den Support.

